Recap: Die deutsche Community und der 4. WordPress Translation Day

Am 11. Mai war es wieder soweit. Die internationale WordPress-Community kümmerte sich beim vierten WordPress Translation Day 24 Stunden lang darum, WordPress in noch mehr Sprachen zugänglich zu machen. Online und bei lokalen Events trafen sich weltweit Menschen aus der Community, um Core, Plugins und Themes in die regionale Sprache zu übersetzen. Der Erfolg kann sich sehen lassen:

Bei mehr als 77
lokalen Treffen in mehr als 35 Ländern wurde fleißig übersetzt.
183 neue Community-Mitglieder traten dem internationalen
Slack-Channel #WPPolyglots bei. 12 neue Global Translation Editors
und 14 neue Project Translation Editors wurden benannt.

Es gab lokale Events
in Brasilien, Frankreich, Japan, Russland, Kanada, Ägypten, Indien,
der Slowakei und an vielen, vielen weiteren Orten. Auch in
Deutschland traf sich die Community in Berlin, Dortmund, Hannover,
Leipzig, Mannheim, Stuttgart und Würzburg.

Berlin

Die Location des Berliner WordPress-Translation-Day-Events war ein Nerd-Paradies. In der C-Base (die einem abgestürzten Raumschiff nachempfunden ist) trafen sich 9 WordPress-Enthusiasten mit viel Elan. Nach einer kurzen Einführung durften sich 5 neue Übersetzer an Themes und Plugins versuchen. Bernhard Kau war als Global PTE vor Ort und konnte die Strings sofort freischalten.

Die Berliner Teilnehmer des WordPress Translation Days

Neben vielen Englisch-Deutsch-Übersetzungen arbeitete eine neue Contributerin an der Sprachversion für kolumbianisches Spanisch. Und auch eine vietnamesische Muttersprachlerin durfte ins Übersetzen reinschnuppern.

Nach der Mittagspause klärte Bernhard Kau die fortgeschritteneren Community-Mitglieder in einem Vortrag darüber auf, wie man als Entwickler seine Themes und Plugins übersetzbar macht und zeigte auch welche Fehler dabei unbedingt vermieden werden sollten. Als wenig später eine neue Übersetzerin an ihren Strings beinahe verzweifelte, stellte er schnell fest, dass in dem Plugin all die zuvor gezeigten Fehler gemacht wurden. Dem Plugin-Autor kann man nur empfehlen, sich spätestens beim nächsten WordPress Translation Day zu informieren.

Dortmund

Auch in Dortmund hatten sich um Organisator Christoph Daum 6 Community-Mitglieder versammelt. Dazu kam noch ein Ehrengast (siehe Tweet)

In gemütlicher Runde schaute man sich bei Gebäck und kühlen Getränken den Livestream an und übersetzte fleißig. Zwei neue Community-Mitglieder bekamen Slack-Zugänge, viele übersetzten zum ersten Mal und selbst einige alte Hasen lernten noch ein paar neue Tricks und Kniffe zum Übersetzen. Um 15 Uhr wurde die Runde an den Essenstisch verlegt, wo noch lange über WordPress und andere Themen gesprochen wurde.

Das WordPress Translation Day-Meetup in Dortumd aus der Fischaugen-Perspektive

Hannover

Gute Stimmung in Hannover. (Das Dreieck auf dem Bild ist kein Play-Button sondern das halb verdeckte Symbol auf Phils WordCamp-Retreat-T-Shirt.

In Hannover trafen sich von 10 bis 16:30 Uhr fünf arbeitswütige Übersetzter. Jeder arbeitete an seinem persönlichen Lieblings-Plugin, das er schon immer einmal übersetzen wollte, aber nie die Zeit dazu fand. Die überwiegend erfahrenen Übersetzer nutzten die gemeinsame Zeit, um über bessere Übersetzungsmethoden zu diskutieren und grundsätzliche Probleme beim Übersetzen zu erörtern. Die Gespräche waren intensiv und sehr fruchtbar. Zum Mittagessen gab es Pizza auf Selbstzahlerbasis. Ein neuer Translation Contributor lernte den Translation Day kennen. Alles in allem ein gelungener Tag.

Leipzig

Organisator Daniel Pardella und Robert Windisch hatten in Leipzig eine kleine aber feine Runde von 5 Übersetzern zusammengetrommelt. Nachdem am Anfang ausführlich der Übersetzungsprozess und die Übersetzungs-Standards erklärt wurden, legten die Anwesenden los. Auch in Leipzig schauten sich die neuen Übersetzer hauptsächlich Plugins an, die sie selbst benutzen und gut kennen. „Das war so der sinnvollste Weg, um den Leuten das beizubringen“, erklärte Daniel Pardella. In einer sehr entspannten Runde hatten die Neuen bei Kaffee und Talks die Gelegenheit das Übersetzen zu üben.

Der harte Kern übersetzte noch am späten Nachmittag in Leipzig.

Stuttgart

Auch in Stuttgart lief es gut. Mit 3 Neulingen und 3 erfahrenen Übersetzern (darunter 2 Project Translation Editors) war die Gruppe gut durchmischt. Übersetzt wurden die Plugins Torro Forms, SEO Framework, Instagram Feed und Ninja Forms (letzteres in Kooperation mit Dortmund). Die Stimmung war sehr gut, da die Global Translation Editors und Project Translation Editors in Eigeninitiative bereits viele Strings freischalteten, ohne dass die Übersetzer sich melden mussten. Organisator Jens Ratzel zeigte sich zuversichtlich, dass einige Besucher auch zukünftig Übersetzungen beisteuern werden.

Selfie von Organisator Jens Ratzel mit den Besuchern des WordPress Translation Days in Stuttgart

Würzburg

„Hoch die Tassen.“ Selfie von Organisator Philip Groschup.

WordPress übersetzen ist eine ernste Sache. Das heißt aber nicht, dass man nicht auch Spaß dabei haben kann. Fünf fränkische Spaßvögel trafen sich in Würzburg, um gemeinsam zu übersetzen. Dabei gab es Süßigkeiten in Hülle und Fülle.

Nicht nur der Zuckerschock sorgte für gute Stimmung. Trotz Beamer-Farbstich ging die Arbeit gut voran. Dabei wurden auch unorthodoxe Methoden wie Sonnenbrille oder Kopfstand ausprobiert. Beim übersetzen kommt es schließlich häufig darauf an, seine Perspektive einmal zu wechseln.

Fazit

Alles in allem war der Global Translation Day für die deutsche Community ein voller Erfolg. Noch nie wurden so viele lokale Übersetzungs-Events organisiert. Überall war die Stimmung sehr angenehm. Und zahlreiche neue Community-Mitglieder konnten sich ihr Translation-Contributor-Badge verdienen. Da steigt jetzt schon die Vorfreude auf den nächsten WordPress Translation Day.